Kinder lernen nicht in kleinen Schrittchen, nicht der Reihe nach, nicht gleichzeitig und schon gar nicht das Gleiche."   - Rolf Robischon, 1990 -

Enteignung der KindheitSelbstbestimmte Bildung / Selbstbestimmtes Sein

Wir lieben die Natur und das natürliche, freie, selbstbestimmte Lernen.

Angefangen vom Sprechen lernen, über das Laufen lernen, lernt jedes Kind naturgegeben selbstbestimmt und im eigenen Tempo.
Vielen Kindern fällt es - insbesondere im Schulalltag - schwer, zum vorgegebenen Zeitpunkt, vorgegebene Dinge zu lernen, da dies nicht natürlich ist. Irgendwann setzen Traurigkeit, Wut, Verzweiflung, Selbstzweifel und Unlust ein. Es entstehen Konflikte, insbesondere mit den Eltern, von denen sich das Kind nicht gestützt, gehalten, verstanden und ggf. unter Druck gesetzt fühlt. Das stört die gesunde Eltern-Kind-Beziehung enorm. Ebenso stört es die Beziehung zum Betreuer und das Lernen gerät immer mehr in einen negativen Blickwinkel.

In Deutschland wird mit der Schulgebäudeanwesenheitspflicht und dem Lehrplan eine rigerose Macht über das Kind, seine Eltern und das gezwungene Lernen ausgeübt.

Wir setzen uns für die Umformulierung der Schulgebäudeanwesenheitspflicht, in ein Recht auf Bildung ein. Denn auch das sogenannte Freilernen und Homeschooling, wie es in allen anderen europäischen Ländern durchaus praktiziert werden darf, ist eine Möglichkeit des Lernens. Vielleicht nicht für jedes Kind geeignet, aber für eine beträchtliche Zahl an Kindern der Weg, um den Spaß und die Freude, die Kreativität und die Ausdauer am Lernen, nicht zu verlieren.

Auch die gewaltfreie Kommunikation und die Beachtung und Anerkennung der Hochsensibilität in Deutschland sind uns ein Anliegen. Durch berufliche Beobachtungen, fallen immer noch verbale und körperliche Gewalt sowie eine Medikalisierung sowie Psychologisierung junger Menschen, die sich in irgendeiner Art nicht wohl fühlen oder nicht angenommen werden wie sie sind, enorm auf.

Wir sind mit unserem Verein außerdem einmal im Monat Sonntags, mit allen Familien die im Verein sind und/oder gern mal als Gast dabei wären, auf einer kleinen gängigen Wanderung, in der Natur unterwegs. Manchmal kehren wir im Anschluss in gastronomischen oder privaten Räumlichkeiten ein oder geniießen ein Picknick in der Natur. In jedem Fall lieben und leben wir die Geselligkeit und das Lernen in der Natur, mit Hilfsmitteln wie Naturführern oder ähnlichem.


Bereits Norbert Blüm stellte 2012 in seiner Streitschrift "Freiheit! Über die Enteignung der Kindheit und die Verstaatlichung der Familie." fest, wie die Vereinnahmung privater Denk- & Lebensräume durch staatliche Struktur- & Bildungsvorgaben mehr als fragwürdige Züge annehmen. Unbedingt lesenswert:




  • Magda Gerber
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Selbstbestimmtes Sein:

Um ihre eigene Persönlichkeit frei entfalten und den eigenen Weg gehen zu können, brauchen Kinder Begleitung, aber keine Führung. Sie haben das Recht, über das eigene Leben selbst zu bestimmen und nicht von außen in eine bestimmte Richtung entwickelt zu werden. Selbstbestimmung bedeutet dabei nicht - wie es manchmal falsch verstanden wird - ein Mensch könne ohne Rücksicht auf andere beliebig alles tun oder lassen. Selbstbestimmtes Sein findet Grenzen in den gleichberechtigten Rechten der anderen. Im Zusammenleben werden idealerweise  gemeinsam Entscheidungen getroffen und Lösungen gefunden, die von allen Beteiligten mitgetragen werden können.


Entscheidungen (in der eigenen Bildung und im eigenverantwortlichen Sein) zugestanden zu bekommen, stärkt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Verantwortungsgefühl für sich und andere.


Selbstbestimmtes aus dem Bildungsbereich:

Wanderuni: studieren ohne Credit-Points